27.10.2013

Über den Umgang mit Kritik

Wir sparen uns hier eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Begriffs Kritik und dessen Bedeutung in der Gesellschaft oder dergleichen. Das können und wollen wir nicht.
Außerdem gibt es dazu bereits zwölfdrillionen Abhandlungen viel viel schlauerer Menschen. 

Für uns, den drei Autoren dieses Blogbeitrags (@fidelisamica, @saendralein und @rwolupo), ist Kritik und der Umgang mit selbiger eines der Kernprobleme unseres innerparteilichen Umgangs miteinander. 

Da das Ganze wohl etwas länger wird, ein tl;dr mit entsprechendem Hinweis, frei nach Georg Cristoph Lichtenberg: "Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.": wenn du dir nicht ein paar Minuten Zeit für diesen Beitrag und vor allem für das Problem, welches hier behandelt wird, nehmen möchtest, bist du möglicherweise auch nicht der richtige Adressat. Oder vielleicht doch genau der/die Richtige. 

Wir beginnen mal mit einem Zitat. Wilhelm Busch sagte einst:
"Diese persönlichen Stänkereien vor den Augen des versammelten Publikums sind mir unglaublich widerwärtig. Hol's der Teufel!"

Twitter muss es schon damals gegeben haben. Oder so was Ähnliches. Jedenfalls ist unser öffentlicher Umgang mit Kritik nicht grad eine unserer Stärken. Und nein, hierbei geht es nicht um Transparenz. Wenn wir uns inhaltlich und sachlich streiten wollen, dann können wir das gerne tun. Mit Livestream und so. Aber Twitter ist dafür ein eher ungeeignetes Medium.

Die Probleme bei Twitter sind
1. Twitter ist immer nur eine sehr kurze Momentaufnahme. Hinzukommende Leser und Akteure kennen fast nie den gesamten Diskussionsverlauf oder andere Hintergründe, die sich bereits vorher abgespielt haben.
2. Twitter ist nun mal begrenzt auf 140 Zeichen. Wir finden's ja toll, wenn man sich kurz und knapp ausdrücken kann, aber für umfängliche Kritik reicht das nicht. 
3. Die Filterbubble. 30, 40 Tweets zu einem Thema zeigen in der eigenen Timeline direkt einen recht großen Schwerpunkt. In Wahrheit interessiert das, worüber da grad wenige twittern, möglicherweise gar nicht so viele Menschen. Durch die eigene Filterbubble fasst man dadurch etwas als wichtig und gehyped auf, obwohl es das vielleicht gar nicht ist.
4. Die Person an der Kritik geübt wird fühlt sich an den Pranger gestellt und ungerecht behandelt auch wenn die Kritik gut gemeint ist.

Durch die Filterbubble erhöht sich Kritik, daraus erhöht sich der Druck dann künstlich. Retweets, +1 oder andere Zustimmungen sind Immer wieder zu sehen. Die Grundlagen für einen Shitstorm innerhalb unserer Filterbubble sind gelegt. Wenige male zu Recht, weil jemand wirklich in die Kacke gegriffen hat. Oft zu Unrecht, weil aufgebauscht wird. Weil wir uns gegenseitig anstacheln oder Dinge missverstanden werden aufgrund der knappen Zeichenverfügbarkeit.

Uns geht es hier zwar zum einen auch um die Selbstdarstellung, zum anderen aber auch um das, was man mit dem Kritisierten erreicht. 
Im günstigsten Fall greift der Kritisierte selbst Massenkritik auf und ändert $Dinge. 
Vielleicht ignoriert er sie. 
Vielleicht verletzt der ausgelöste Shitstorm.
Vielleicht ist die Kritik aber auch gar nicht berechtigt und aus einem Missverständnis und/oder falschen Tatsachen heraus entstanden.

Und wenn all das passiert, darf die "Gegenseite" nicht schweigen. Wir meinen nicht, dass man sich blind hinter bzw. vor einem stellen soll. Wir meinen, dass man seine Meinung äußern muss, wenn Unrecht geschieht. Steht bitte für Eure Meinung ein. Zeigt einen Zusammenhalt! Oder schlichtet sogar den "Streit" und helft somit bei der Konfliktlösung.

"Nur wenige Menschen sind klug genug, hilfreichen Tadel nichtssagendem Lob vorzuziehen."
(François de La Rochefoucauld, 1613-80, frz.  Schriftsteller)

"I like criticism. It makes you strong."
Lebron James

Wir glauben, wir sind uns alle in einem einig: Kritik ist wichtig, Feedback ist immens wichtig. Ob Kritik stark macht, wissen wir nicht, "the chosen one" sieht es offenbar so und nimmt Kritik entsprechend wahr. Fakt ist: Nur wenn ich Feedback erhalte, kann ich feststellen, ob ich etwas gut gemacht habe. Oder eben schlecht und beim nächsten Mal $Dinge vielleicht anders angehen sollte. Kritik ist also wichtig um mich weiterentwickeln zu können.

Wir nennen hier mal konkrete Beispiele: 
Die Reden im Plenum des Landtags. Manchmal gibt's Feedback wie "toll gemacht", "geile Rede" oder "du hast dies und jenes vergessen" und so weiter - positives und negatives Feedback. Lob und Kritik.  
Aber wie gehe ich damit um, wenn es kein Feedback gibt? Welche Schlüsse ziehe ich daraus? 
Ich gehe davon aus, dass alles richtig und gut war und ich es beim nächsten Mal genauso machen kann. Dabei wird mir aber nicht von anderen bewusst gemacht, dass das was ich da geschrieben habe im Grunde totale Kackscheiße war oder einfach nicht angebracht. Schlicht: ich weiß es nicht. Sagt es!

Will sagen: Kritik ist immer wichtig! 
Bitte äußert Euch, wenn Euch was auf dem Herzen liegt!
Und bitte entschuldigt: Aber Nachfragen sind ausdrücklich erlaubt, ja, gewünscht. 
Wenn der Kritisierte nicht versteht, was gemeint ist, dann sollte er - nein - er muss nachfragen. 
Denn erst dann ergibt Kritik einen Sinn - wenn man es versteht und vielleicht sogar einen Nutzen draus ziehen kann.

"Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht."
Christian Morgenstern

Ein weiteres Problem ist der passive Umgang mit Kritik. Es gibt viele Piraten, die sich sehr sehr schnell zurückziehen, wenn Kritik geäußert wird, weil sie sich angegriffen fühlen. Die Frage ist: wie gehen wir damit um? Persönliche Angriffe sind hier noch weniger zielführend als generell. Hier bedarf es angepasster Kritik (Vier-Augen und sowas) und vor allem hilft es, wenn wir unser Gegenüber besser kennenlernen. 

Eines der großen Probleme selbst oder grad auch in der Landtagsfraktion: Wen kenne ich eigentlich wirklich?
Es ist unmöglich _jeden_ Piraten besser kennen zu lernen. Aber die, mit denen man oft und regelmäßig zusammenarbeitet (oder zusammenarbeiten muss), ist es aber sicher einfacher. Hierbei muss man sich auch drauf einlassen mit Menschen etwas zu tun zu haben, mit denen man eigentlich nicht reden würde. Eine normale Situation in der Arbeitswelt.

Und da sind wir auch schon bei der nächsten Hürde in Sachen Kritik, der Kritikkompetenz aka aktive und passive Kritikfähigkeit.

Wie bewirke ich, dass  Kritik nicht direkt negativ aufgefasst wird (auch bei mir selbst nicht) und nur bewirkt, dass das Gegenüber (oder ich selbst) die Schutzmauern weiter hoch zieht und in eine Rechtfertigungshaltung kommt?

Die ersten Fragen die ich mir stellen sollte, bevor ich auf was reagiere oder Kritik äußere, ist: Hab ich die Äußerung/Situation richtig verstanden? Kenne ich alle Fakten? Kenne ich die Hintergründe? Speziell auf Twitter: Kenne ich die gesamte Konversation oder poltere ich grad mal mitten in den Kontext? Ist das, was ich verstanden habe auch das, was der Sender sagen wollte und meinte? Kenne ich die Situation und Sichtweise aus der heraus sich geäußert wird? 

Das Problem an digitaler Kommunikation ist, dass ich keinen Tonfall höre, keine Mimik und Gestik sehe und eventuell auch nur begrenzten Raum zur Verfügung habe. Das macht es uns auch so schwer die Dinge aus der digitalen Kommunikation richtig einzuordnen und zu interpretieren. Uns fehlt der menschliche Bezug (zumindest bei den Menschen, die man nicht wirklich gut kennt). So laufen wir schnell Gefahr, Situationen falsch einzuordnen und miss zu verstehen.

Eine weitere Frage ist: Ist es grad eine persönliche oder sachliche Kritik?
Kurz vorab: Aus unserer Sicht ist grad persönliche Kritik in unserer virtuellen Welt sehr schwierig! Es gibt nur wenige Ausnahmen, aber dafür sollte ich den Menschen schon ziemlich gut kennen. Ansonsten: Persönliche Kritik sollte immer persönlich geäußert werden! Sprecht denjenigen doch einfach bei nächster Gelegenheit an, zur Not nehmt das Telefon in die Hand (wobei auch hier der Part der Mimik / Gestik fehlt) und sprecht über euer Empfinden. Wenn die persönliche Kritik so wichtig ist, dann nehmt Euch die Zeit dafür!

In den meisten Fällen im Bezug auf die Parteiarbeit reden wir von sachlicher Kritik. 
Nehmen wir beispielsweise den Bundestagswahlkampf. Wir sind alle seit dem 22.09. dabei zu überlegen,  was falsch gelaufen ist und was verbessert werden muss. In den meisten Fällen läuft die Kritik sehr konstruktiv und hat Optimierungen zum Ziel. Doch auch hier zeigte sich mal wieder, wie schnell sachliche Kritik, im Verlaufe des Dialoges, in persönliche Kritik umschlägt und damit Leuten, die sich tierisch den Allerwertesten aufgerissen haben, vor den Kopf stößt. Es fängt oft mit wenigen Textzeilen an, die ein Problem ansprechen, meist noch sehr sachlich. Doch dann trifft die Mail den Nerv bei Einigen und es wird genutzt um sich erst mal eine Runde auszukotzen. Und das ganze ohne sich vorher mal zu überlegen, wie sich der Mensch in der Situation fühlt. Wie jemanden, die sachliche Kritik persönlich treffen könnte. Und schon ist der Stein ins Rollen gekommen...
Alles wird rausgehauen ohne Rücksicht und Respekt auf den Menschen der dahinter steht und wieder werden Ehrenamtler verschreckt, weil sie sich genau das nicht mehr länger geben wollen.

Nein, das wird kein Aufruf dazu, mit Kritik hinterm Berg zu halten. Wie oben schon geschrieben, ist Kritik sehr wichtig. Es gibt zahlreiche Methoden um Kritik vernünftig zu kanalisieren und vor allem auch aufzubereiten. Dazu bedarf es im Regelfall eines Individuums, der sich dessen annimmt und den Vorgang anstößt. Hier ist ein Punkt, wo wir als Partei auch professioneller werden müssen. Die Tatsache, dass Feedback nach dem Bundestagswahlkampf gesammelt werden muss, kommt ja nicht ganz überraschend und war ungeachtet des Ergebnisses auch im Vorfeld klar. Hierzu bedarf es also auch einer gewissen Planung im Vorfeld. Eine Veranstaltung wie die "Wir müssen reden" am 3.11. in Kerpen ist ein sinnvoller Ansatz. Für eine zügige Nachbetrachtung der Bundestagswahl allerdings leider auch etwas spät - aber nicht zu spät. Auch unsere Landtagsfraktion hat gelernt und diese Dinge mittlerweile auf dem Radar. Es finden vorbereitete Klausurtagungen statt, die die Arbeit weiter verbessern werden. 

Häufig geht es bei Kritik nicht um das was, sondern um das wie! Ich sollte mir vor abschicken einer Nachricht überlegen, was ich demjenigen sagen möchte und mir den Text nochmal genau durchlesen, ob auch das daraus gelesen werden kann. Vielleicht sollte ich mir auch überlegen vor der eigentlichen Kritik auch mal zu sagen was gut gelaufen ist oder was ich an dem anderen schätze. Das zeigt erst mal, dass ich die Arbeit des anderen respektiere und schätze und öffnet zugleich für Kritik. Dann sollte ich mir auch überlegen wie ich die Kritik selbst äußere. Mit „du  musst, du musst, du musst“ kommt man meistens nicht weit. Versucht es  doch lieber als Vorschlag zu formulieren:

Statt „Das ist scheiße gelaufen, weil du das und das gemacht hast. Du musst das und das anders machen!“ lieber „Das und das ist gut gelaufen, leider konnten wir aber doch nicht das erreichen was wir erreichen wollten. Was würdest du davon halten wenn wir das und das mal anders machen würden und zwar indem wir (...)?“
Ihr merkt vielleicht schon selbst beim lesen, dass beide Äußerungen genau das selbe sagen, aber bei einem selbst ein jeweils ein ganz anderes Gefühl auslösen.

Hier geht es schlicht und ergreifend um Respekt. Respekt demjenigen gegenüber, den ich da grad kritisiere. Wenn ich z. B. gar nichts Gutes an jemandem oder einem Prozess finde, bin ich vielleicht der falsche Absender der Kritik, weil meine Kritik beim Kritisierten einfach verhallen wird. Aber auch als Kritisierter muss ich stets versuchen, Persönliches aus dem gelesenen und gehörten zu filtern. Nein, es ist unmöglich, komplett auszublenden, von wem die Kritik kommt. Aber ich sollte zumindest versuchen herauszufinden, was an der geäußerten Kritik objektiv betrachtet, vielleicht doch hilfreich für meine Arbeit ist. 

Zu Guter Letzt: 
Wichtig ist es auch einfach mal Gutes zu sagen:

"Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren. Aber es ist schwer, es zu würdigen."
Luc de Clapier Vauvenargues (1715 - 1747) 

Wie leicht es ist, etwas zu kritisieren und Fehler zu finden sehen wir daran, wie oft kritisiert wird. 
Wie schwer es aber  ist, zu loben und nette, wärmende und vor allem ehrliche Worte zu finden, die nicht einfach "Du bist nett" oder "Das hast du toll gemacht" beinhalten sehen wir daran, dass genau letzteres so selten geschieht. Oder sind wir wirklich so schlecht, dass immer und immer wieder nur die Kritiker zu Wort kommen?

"Der Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nicht bei sich selber anfangen."
Mark Twain (1835-1910), amerikanischer Schriftsteller

Kluge Worte. Also machen wir das. Das mit dem anfangen. Bei uns selbst. Und wir werden Euch daran erinnern, dass ihr das auch machen solltet. Und wenn wir mal nicht dran denken, erwarten wir Kritik. Von Euch! Oder uns. 

In diesem Sinne, 

Wir.

24.10.2013

Sternenhimmel

Als ich heute nach Hause gefahren bin habe ich wieder diesen wahnsinns Sternenhimmel gesehen! 
Wenn ich einmal diese ganzen Lichter gesehen habe kann ich mich nicht wieder davon abwenden.
Durch mich strömt ein Gefühl der Freude.
Gänsehaut macht sich breit. 
Ich liebe den Sternenhimmerl. So sehr! 

Ich habe mich dann einfach mal mit Kamera und Stativ raus gewagt und versucht diesen Himmel einzufangen.
Meine ersten Versuche.
Ich glaube die können sich sehen lassen!
Ich hatte nur ein bisschen Probleme mit der Schärfe.
Wie soll man das hinbekommen?!?!









12.10.2013

Erinnerungen

*nachgereicht*
Hier ein paar Bilder aus den tiefen meines Ordnerchaos! 
Ich konnte mich gar nicht entscheiden, was ich euch alles noch mal zeigen wollte.
Es sind einfach so tolle Erinnerungen ♥

Den @G3n1on kennen gelernt
@JupisMuenster Infostand mit @G3n1on, @NicoWde und @Si_nomis
Infostand in Münster
CSD in Münster



Der @de_wastl
Der @HeikoPh
Flyern in Hannover
Wahlauftakt der Piraten Niedersachsen in Hannover

Das erste Piraten Plakat, welches ich in Münster gesehen habe
Projektarbeit der @JupisMuenster im Zug auf dem Weg nach Koblenz zu den Piraten RLP

Piratenbus in Rheine mit @evtlRene
Geburtstagsbierchen auf dem Stammtisch in Osnabrück
Die @Lainee42 und @Tikkachu bei der Gamescom
Der @AliCologne

Die @Lainee42
Die @fidelisamica
Die @Tikkachu

Der @pschiffer
Piratenbus in Düsseldorf
Piratenbus in Alsdorf
#stopwatchingus
#SoFeDü 

Der @Stahlrabe und ich haben immer gekämpft wenn wir uns gesehen haben

Projektarbeit bei mir zu Hause

Der schönste Piratenkalender
Infostand mit @HeikoPh in Kinderhaus. Foto: @de_wastl
Die @flowlighning
Klein Sandra das erste mal in Berlin ((:
Plakatieren im Heimatort
Piraten ohne Inhalte
Deplakatieren. 12 Stunden. Alleine!

Danke, für diese wahnsinns Zeit, ihr lieben Piraten ♥

27.09.2013

Oaaaar - Mein Twitter


Diese Frage habe ich gestern auf ask.fm erhalten nachdem ich einige "Mimimi" Tweets abgefeuert habe! 

Das Ding ist: Ich hatte Twitter schon vor den Piraten. Ich bin nun seit über 3 1/2 Jahren dort. 
Es haben sich tausende von Tweets und Follower angesammelt! 
Damals habe ich auch noch anders getwittert und das kommt so auch noch manchmal vor!
Ich habe es einfach anders genutz und nicht als Informationsquelle!

Twitter war und ist ein Ventil für mich! Damals anders als heute!
Damals habe ich viel Privates Zeug geschrieben! Habe mir Dinge von der Seele geschrieben. Wenn ich einsam und alleine war! Andere reden dann mit ihren Freundinnen! Ich schreibe es nieder! Entweder es wird gelesen oder eben halt nicht! Und das ist ok! 
Denn es muss einfach raus!

Nach und nach habe ich die einen oder anderen Twitterer persönlich kennen gelernt.
Ich habe meinen Tweets ein Gesicht gegeben, eine Person aus Fleisch und Blut. 
Ich habe zum Teil so weiter getwittert. 

Doch ich lernte viel mehr Menschen kennen die mich auch nun privat in meinem Leben begleiten.
Und dann habe ich aufgehört aus dem Herzen zu schreiben, und rum zu weinen! 

Erst recht dann als das mit den Piraten kam!
Ich habe so viel politisches getwittert.
Wer das nicht gut fand ist gegangen, wer das gut fand blieb oder ist gekommen! 

An einem gewissen Punkt kann man sich einfach nicht mehr alles einfach von der Seele schreiben weil man sich angreifbar macht und viele es nicht verstehen. 
Ich weiß, dass ich Twitter nicht mehr so nutzen sollte oder kann wie ich es damals getan habe.
Und das ist nur zum Teil ok!

Und: Selbstverstänlich gibt es Menschen denen es noch schlechter geht. Die gibt es immer!
Darf es mir nicht auch mal scheißen gehen? 
Darf ich meine Gedanken nicht raus in die Welt posaunen? 
Ich bin doch auch nur Mensch! 

Die Bestätigung meiner Person brauche ich nicht! Dafür habe ich kein Twitter! 
Ich will nur meine Gedanken raus lassen. Nieder schreiben was mich bedrückt.
Wer das nicht lesen will kann gehen!
Wer drauf reagieren will reagiert darauf.
Wer nicht darauf reagieren will reagiert nicht darauf! 

Manchmal bezeichne ich mich als "ein Mensch der sich gerne mitteilt".
Und das ist so! Ich möchte den Menschen etwas mit geben, sie zum nachdenken bringen.
Deswegen mache ich auch das mit dem Poetry Slam.
Ich stelle dort nie meine Person in den Vordergrund sondern die Missstände in dieser Welt die mir nicht gefallen! 
Und wenn man die nicht anspricht oder Menschen zum nachdenken bringt kann sich auch nichts ändern!

Das ist mein Twitter. Ich gestalte es wie es mir gefällt und so nutze ich es auch.
DU hast mich abonniert bzw folgst mir. Aus welchem Grund auch immer! 
Und wenn du nicht magst, dass ich mal rum #mimimi - dann entfolge mir!

Ich bin die letzte, die was dafür kann, dass es DIR scheiße geht und DU nicht in den Arm genommen wirst!


Ende!


25.09.2013

Dann halt keine Wombats im Haushalt


Ich saß lange da! Einfach nur da und habe mich gefragt: Wie soll ich anfangen? Wie, verdammt noch mal fange ich nun an? Ich will etwas schreiben! Irgendwas. Aber – Was? 
Und möglicherweise wiederhole ich mich!
Möglicherweise habt ihr das alles schon gelesen!
Vielleicht!



Ich bin traurig! (Wir sind traurig!)

Aber wir dürfen die Schuld nicht bei uns suchen! Keinesweges!

Wir haben als Team zusammen gearbeitet!

Für ein Ziel!

Und niemand von uns konnte am Ende was beeinflussen!


Denkt dran was wir gemacht haben:
Ich und viele andere haben die letzten Wochen nur für den Wahlkampf gelebt! Von morgens bis abends.

Wir sind Zug gefahren. Viel Zug. Oder Auto!

Haben wenig Schlaf.

Sind so viel gelaufen.

Hatten so viel Kontakt mit fremden Menschen.

Haben so viele neue Menschen kennen gelernt

Wir haben geredet.

Wir haben gelacht.

Wir haben Flyer verteilt.

Wir haben Plakate aufgehangen

Wir haben Piratensäbeln gebastelt

Wir haben einen verdammt geilen Wahlkampf gemacht!

Und vorallem: So viele Wähler gewonnen! Nicht genug! Aber viele!



Solange der Wahlkampf UNS Freude bereitet hat ist alles gut! Denn: Wir sind wir. Wir sind die Piraten die auch mal für Schabernack bereit sind (Wombat-Plakate, Drohnen-Aktion) und wir lassen uns nicht verbiegen!



Wir dürfen nun nicht vergessen: Nach der Wahl ist vor der Wahl! Es warten immer neue Ziele auf uns!

Unsere Aufgabe ist es weiter hin zu informieren, zu bilden und für eine bessere Politik und ein besseres Deutschland und eine bessere Welt zu kämpfen!

Rückblick 

Ich hatte Sonntag eine solche Angst! Ich wollte am liebsten alles abschalten! Nichts durch kommen lassen! 
Ich bin echt froh in Düsseldorf gewesen zu sein! Zuhause wäre ich alleine gestorben.
Kurz vor der ersten Hochrechnung bin ich innerlich verrückt geworden. Meine Nerven lagen blank!

Und nach der Hochrechnung wollte ich weinen! Ich habe sogar ein bisschen geweint!



Ich bin ganz ehrlich immer noch total enttäuscht und traurig!
Ich habe gehofft dass wir in den Bundestag kommen und nach den Gesprächen am Infostand zu urteilen hätten wir weit über 5% erhalten müssen.
Aber ich habe gewusst, dass wir nicht rein kommen werden. Ich hatte gedacht, dass wir knapp nicht rein kommen. Ich habe mir 3-4% gerechnet! 

Aber 2%?! 
So viel weniger als die Afd?
Wie geblendet kann ein Land sein?



Ich bin zu tiefst geschockt!
Uns wurde und wird immer vorgeworfen, wir hätten kein Programm. Und dann wählt man was was kein Programm hat? Nur weil der Name auf was besseres hofften lässt?!


Wieso wählt man nicht eine Partei aus dem Herzern heraus?
Wieso wählt man eine Partei nicht weil sie es eh nicht schafft? 
Wieso wählt man die SPD weil man nicht will das Merkel Kanzlerin bleibt?
Wieso wählt man die CDU damit Merkel Kanzlerin bleibt?


Wieso traut man sich nicht Änderungen zu versuchen?

Das klappt im Alltag doch auch: Neues Auto, neues Parfum, neue Kleidung, neue Wohnung!

Für eine Änderung in der Politik muss man nicht mal Geld ausgeben!

Nur aufstehen und ein Kreuz machen!

Zukunft



Ich mag unser Konzept! Themen statt Köpfe! Ich mag es sehr!

Aber wie schon in zahlreichen anderen Blogpost geschrieben wurde: Scheinbar klappt es (noch) nicht!

Aber mit Köpfen wird einem so schnell „Macht-Gier“ zu gesprochen! Weil sich Menschen bereit erklären etwas zu machen, Themen zu verkörpern! Aber irgendwer muss es ja machen!



Es gibt aber viele Dinge die wir nicht ändern sollten! Wofür Piraten stehen.
Dinge wie:

dass wir mit Spaß an die Arbeit gehen,

dass wir uns so anziehen wie wir wollen,

dass wir uns selber treu bleiben,
und dass wir auch solche Aktionen wie die Wombat-Plakate oder den Absturz der Drohne machen!

Wieso seriös sein, wenn man unseriös sein kann?
Wer solche Aktionen kindisch findet, versteht "leben" nicht. Finde ich!
Im Leben muss man auch mal Unsinn machen!



Auf der anderen Seite aber müssen wir uns auch überlegen wie wir zeigen können, wie ernst wir es meinen!
Wir müssen ein Gleichgewicht zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit finden!


Zum Schluss

Ich habe da am Sonntag Fragen auf ask.fm bekommen die mich eine Weile beschäftigt haben:


Zur Frage 1:
NEIN. Ich habe keine Lust einer größeren Partei einzutreten! Wäre das in Frage gekommen wäre ich nicht bei den Piraten.
Ich konnte mich bis jetzt jeder Zeit richtig gut in diese Partei einbringen und ich wurde ernst genommen. Jeder Zeit!
"sofort Karriere machen, das möchtest du doch" NEIN DAS MÖCHTE ICH NICHT!
Ich finde es muss sich in diesem Land was ändern. Und ich will selber dazu beitragen! Ich will nicht irgenwo sitzen und drüber meckern, dass alles scheiße ist! Wenn was scheiße ist, muss man was machen! 

Zu Frage 2:
Unwichtig? Wo?
Stell dich zu uns an die Infostände und bekomm gesagt, auch von älteren Menschen: "Ihr werdet gebraucht. Genau sowas brauchen wir jetzt. Ihr seid wichtig!"
Und das nicht nur hier in Münster.



Am Samstag bei den letzten Minuten Bundestagswahlkampf habe ich mich noch mal schön erkältet und ich schniefe hier gerade so rum und habe Halsweh. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gestern 12 Stunde im Alleingang 78 Plakate abgehangen habe! Mit Fahrrad und ohne Leiter. Ohne Leiter und mit Fahrrad. Im Grunde zu Fuß!
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Hiermit verabschiede ich mich!



18.09.2013

Warum die Piraten? Darum! - Teil 2

Es ist mit wichtig, dass

...Politik einfach ist. Ich möchte Politik verstehen können, ohne dass ich stundenlang irgendwelche Texte immer wieder lesen muss, Reden immer wieder anhören muss oder Wörtern nachschlagen muss.

...ich mitsprechen kann.
Und das nicht nur alle vier Jahre. Ich will mich direkt und jederzeit einbringen können.


...Politiker nicht käuflich sind.
Politiker müssen Menschen sein, die sich nicht bestechen lassen. Politiker sollen im Interesse aller Bürger handeln.

...Vielfalt in der Gesellschaft „ausdrücklich erwünscht“ ist.
Jeder Mensch ist anders und hat das Recht so zu sein wie er ist!

...ich abgesichert bin! Ich will in Ruhe schlafen können und wissen, dass ich mein Dach überm Kopf habe und ich meinen Kühlschrank "voll habe". Ich will einen Job haben der mir Spaß macht und nicht zwei weitere Jobs haben um mich übers Wasser halten zu können! (Um dies umzusetzten streben die Piraten das bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) an)
(Mit dem BGE könnte ich nach Münster ziehen, in eine eigene Wohnung, dann müsste ich nicht mehr hin und her pendeln, kann Miete, Strom und Lebensmittel bezahlen und kann neben dem Studium meinen Nebenjob machen ohne Angst haben zu müssen, dass ich das nicht finanzieren kann! Es würde mir gerade sehr helfen) 

...ich einen gerechnet Lohn habe.
(Mindestlohn; Gleicher Lohn für gleiche Arbeit)


...meine Daten geschützt werden.
Ich will nicht ohne Grund verdächtigt werden. Der Staat darf und soll nicht alles über mich wissen dürfen. Meine Personenbezogenen Daten gehören mir. Ich will selber entscheiden, wem ich diese Daten gebe!

...ich nicht ständig überwacht werde. 
Überwachungkameras tragen dazu bei, Straftaten aufzuklären, nicht aber zu verhindern und vermitteln so oft ein falsches Gefühl der Sicherheit! Ich will nicht, dass Kameras mich an jedem öffentlichen Ort filmen. So können Bewegungprofile erstellt werden. Das lehne ich ab, da diese Daten in falsche Hände geraten und missbraucht werden können.

...ich selber über mich bestimmen kann.


...ich weiß, woher die Produkte, die ich kaufe, kommen,
was drin ist und wer dies hergestellt hat. Ich weiß dann genau, wofür ich mein Geld ausgebe!

...es Barrierefreie Medien gibt.


...es Barrierefreie Schulen gib.


...auch in einer "normalen Beziehung" gleiche Rechte und Pflichten gelten wie in der Ehe.
Ich will nicht heiraten (so denke ich jetzt) und deswegen finde ich auch den Begriff "eingetragene Lebenspartnerschaft" besser. Mit den gleichen Rechten und Pflichten für die Ehe! So fällt auch der Begriff "Homo-Ehe" ganz weg! Es ist schlicht und einfach eine
eingetragene Lebenspartnerschaft.

...auch gleichgeschlechtliche Paare Eltern sind
und zusammen ein oder mehrere Kinder adoptieren können!
Mann und Mann oder Frau und Frau sind weder bessere noch schlechtere Eltern als Mann und Frau. Sie sollten daher auch die gleichen Rechte und Pflichten bekommen, wie "klassische" Elternpaare. Es sind alle Menschen die einem Kind Liebe und Geborgenheit geben wollen.



Deswegen wähle ICH am 22. September Piraten!
 
Hier findest du Teil 1: "Warum die Piraten? Darum! - Teil 1"
Hier findest du das ganze Wahlprogramm der Piraten

(Danke @akinofftz und @c2h5oh1 <3 font="">