23.11.2013

#SnowdenArt

Wie der ein oder andere mit bekommen hat mache ich gerade ein Praktikum im Jugendzentrum! Und im Jugendzentrum haben wir Bügerlperlen. Kleine Perlen mit einem Loch drin, die man auf einer Platte zu einem Bild zusammen legt/steckt und anschließend bügelt.
Und im Jugendzentrum fahren alle auf Mario ab. Und darum machen wir jetzt eine Mario World Wand! 



In den letzten Tagen an der Lukas Lama aus der Piraten Fraktion zu einem Kunstwettbewerb aufgerufen. Und ich kam auf die grandiose Idee den Herrn Snwoden aus Bügelperlen zu machen. Warum auch immer. 

Infos zum Wettbewerb findet ihr hier. 

Letzte Woche habe ich angefangen und habe eine Vorlage am Computer erstellt. Ich habe die Snowden Gesicht Vorlage genommen und mit einer Anwendung aus dem Bild ein Mosaik Bild gemacht. Bis ich heraus gefunden habe wie ich das am besten anstelle, damit genug Mosaikteilchen auf dem Bild sind, ist bestimmt schon alleine eine Stunde drauf gegangen.
Da das Bild noch immer ziemlich unübersichtlich war, habe ich das Bild weiter in Paint bearbeitet und mir ein Raster erstellt. Ich habe um jedes Mosaikstückchen Striche gemacht, so dass das Bild am Ende karriert war und einzelne Kästchen in den Farben weiß, schwarz oder grau gefüllt waren. 
Da saß ich, wenn es hoch kommt, zwei Stunden dran.

Gestern, Freitag, habe ich dann das Bild gemacht. Ich habe mal die Arbeitszwischenstände festgehalten:


 

Nach den ersten 15 Minuten


30 Minuten


Nach 45 Minuten


Nach 60 Minuten

Nach 1 Stunde und 15 Minunten "Oh mein Gott, was tue ich hier eigentlich?"

Nach 1 Stunde und 30 Minuten


Nach einer Stunde und 45 Minuten - Rücken- und Nackenschmerzen

Nach zwei Stunden

Nach zwei Stunden und 15 Minuten
Nach zwei Stunden und 30 Minuten
Nach zwei Stunden und 45 Minuten

Nach wenigen Korrekturen und dem Bügeln (wovor ich wirklich große Angst hatte, weil ich Angst hatte, dass es kaputt geht) war ich nach drei Stunden fertig mit dem Bild.

Habe für alles also ungefähr 5-6 Stunden gebraucht. 

WIESO TUE ICH SOWAS EIGENTLICH?!?! 
Um es mir selber zu beantworten:
- Weil mir Bügelperlenbilder Spaß machen
- Weil ich so viel Energie in die Vorlage gesteckt habe
- Weil ich Snowden für das bewundere, was er getan hat

Das Bild besteht aus ungefähr (!)
1045 schwarze Perlen
211 graue Perlen
842 weiße Perlen
das sind ca: 2100 Perlen




Ganz ehrlich? Ich bin super stolz auf mich! 


07.11.2013

Ich bin ein Fan-Girl

Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=703401386336813&set=gm.248683645287701&type=1&theater

Vor ungefähr 5 Jahren tauchte Tom Beck plötzlich als Ben Jäger bei Alarm für Cobra 11 auf.
Irgendwann brachte Tom "Sexy" raus uns seit dem liebe ich ihn auch als Singer und Songwriter.

Ich hätte NIE IM LEBEN gedacht, dass ich ihn so schnell live sehen werde. Gestern, am 6.11.2013, hatte ein Konzert in Münster. Und meine Schwester schenkte mir Tickets zum Geburtstag! 

Ich konnte gar nicht realisieren, dass ich ihn in echt sehen werde. Erst kurz vor dem Konzert war ich richtig, richtig, richtig nervös.

Man hat sich den perfekten Ort für das Konzert ausgesucht und ich bin echt froh, dass das Konzert nicht in der Halle Münsterland war. Es hätte einfach nicht gespasst! So schick! 
Wer die Sputnikhalle in Münster kennt, weiß wie es da ist! Es ist ein bisschen "herunter gekommen" aber recht klein und gemütlich! 

Um 19 Uhr war Einlass. Ich kann nicht schätzen wie viele Menschen da waren. Aber es waren nicht viele. Aber es waren so viele, dass eine super Stimmung war und es vor der Bühne nicht zu eng war und nicht zu sehr gequetscht wurde. 

Kurz nach Einlass kam Tom Beck auf die Bühne, in Jogginghose. 
Ich konnte nicht glauben, dass ich ihn sehe! Und wisst ihr was? Ich hatte tatsächlich ein paar Tränchen in den Augen! 
Ja, ich bin ein kleines Fan-Girl! 

Tom kündigte Nico von "Lauter Leben" und die Lisa-Marie Fischer an! Tolle Acts. Besonders Nico hat mir gut gefallen, weil er auf deutsch sing. Ich mag deutsche Liedtexte sehr! 

Irgendwie fiel mir ziemlich spät auf, dass ich bereits auch schon auf dieser Bühne stand, auf der Tom da nun stand. 
Damals, als Co-Moderatorin vom Slampionship!
Eine Welle Gänsehaut machte sich breit!


Gegen 20:15 - also zur Prime Time - kam Tom auf die Bühne. Umgezogen! Mit Band. 
Die Zeit ging viel zu schnell um! 
Eindeutig! Aber es war so toll. 


Sie steht da zwischen schwitzenden Menschen.
Die Luft ist warm und abgestanden.
Das Licht bewegt sich durch den Raum. Es blinkt und blitzt, in allen Farben.
Menschen grölen. Wörter werden zu Sätze, Sätze werden zu Texte und der Text verschmilzt mit einer Melodien.
Sie bewegen sich im Takt, klatschen, stampfen und springen.
Tanzen ausgelassen.
Ihr kleben die Haare vom Schweiß an den Schläfen.
Sie sind feucht und glitzern schwarz.
Sie bewegt sich im Takt. Spürt die Musik im ganzen Körper.
Fühlt sich wohl in der Menschenmenge.
Auch wenn sie rämppelt und schubst und ihr ins Ohr schreit.
Die Musik ist aus, das Meer aus Köpfen klatscht.
und dann setzt der Bass wieder ein.
Und sie hört sofort dass es das ist.
Das was sie in die Menschenmenge trieb.
was ihr Gänsehaut bereitete.
Und nun war sie hier
und hörte dieses Lied.
Sie schließt die Augen
fühlt ihren Herzschlag,
hört ihr Atem
spürt die Gänsehaut auf ihrem Körper
lächelt und fühlt sich frei.
Ihr Lied - Sandra Ja


Tom spielt selber Gitarre und singt auch selber! 
Nicht wie ich das bei Cro sehen musste: Playback und nur Kurzfassungen der Lieder. 

Tom ist für mich ein bodenständiger Mensch. Einfach aber total besonders. Nicht viel Tam-Tam und Bum-Bum. 

Er hat sich Zeit genommen und nicht nur seine Songs nach und nach durchgespielen sondern hat zwischendurch auch mit uns geredet. Späße gemacht. Er hat sogar von einem Mädchen das Handy genommen und damit sich auf der Bühne gefilmt. Ich bin neidisch auf diese wundervolle Erinnerung. 

Am schönsten war: Ich stand genau gegenüber von ihm. In der siebten oder achten Reihe. Und jedes mal wenn Tom einfach gerade aus in die Menschenmenge schaute hatte ich das Gefühl er schaut mich an. 
Wer weiß, wo seine Augen wirklich hinschauten. Aber jedes mal das wenn "seine Augen in meine blickten" schlug mein kleines Fan-Girl-Herz tausendmal schneller. 

So oft schloss ich einfach nur die Augen, bewegte mich im Takt und und lauschte seiner Stimme. Und ich liebe diese Stimme! 
Und dann schlug ich die Augen auf und blickte in sein Gesicht und er ... schaute zu mir! - Ach, lasst mich träumen - 

Sein Lächeln ist unbeschreiblich! 
Und er hat oft gelächelt: Wenn er mit seiner Band rumgealbert hat, wenn wir mitgesungen haben... 

Mich wundert es, dass ich nicht umgekippt bin, als er die oberen Knöpfe seines Hemd öffnete! Eieiei ♥
TOM SIEHT SO VERDAMMT GUT AUS! 
UND ER MACHT SO TOLLE MUSIK!
Und und und ♥

Nach dem Konzert ist Tom wieder runter gekommen und hat sich Zeit für uns genommen. Er hat Autogramme gegeben und Fotos mit ihm machen lassen! 

Als ich vor ihm stand wurde mir warm und meine Hände zitterten und das einzigste was ich raus bekam war ein "Hi." NUR EIN HI /o\ 

Ich hätte am liebsten seine Hand genommen und hätte ihm die schönsten Orte in Münster gezeigt!

Jetzt sitze ich in meinem Bett, schaue Fotos und Videos durch, die ich eigentlich gar nicht machen wollte, und das alles fühlt sich einfach unreal an. So weit weg. Als wäre es ein Traum gewesen! 

Es hat sich gelohnt! Die Location, die Voracts, Tom, Tom's Band - und alles. Und das für "nur" 25€. Ich hatte sogar gedacht, es ist teurer. 

 Ich werde mich nun schlafen legen und von diesem tollen Menschen träumen!






Danke, Tom ♥

01.11.2013

Quoten gehören für mich nicht in die Piratenpartei

Hallo.
Mein Name ist Sandra, ich bin eine Frau und 19 Jahre alt.

Dies mit der Frauenquote ist immer so an mir vorbei gegangen. Ich habe mich dafür nicht wirklich interessiert. Ich habe das bis jetzt nur bei den Grünen mitbekommen - aber es war für mich noch nie von Bedeutung.
Ich finde es zumindest schade, dass es heutzutage keine Selbstverständlichkeit ist, dass Mann und Frau - nein, vielmehr alle Menschen - gleiche Chancen in der Arbeitswelt haben und extra eine Quote eingeführt werden soll um dies zu ermöglichen!!
Ich weiß nicht, ob ich in der "normalen" Arbeitswelt sowas haben will/muss.
Aber um eine Chancengleichheit zu ermöglichen müssten entweder überall Quoten eingeführt werden oder die Gesellschaft muss sich endlich mal ändern. (Ich bevorzuge zweiteres)
Die Gründe für eine Quote in der Arbeitswelt kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen. Finde es aber schade, dies durch eine Quote "erzwingen zu müssen"

Aber in die Politik gehört sowas, für mich, definitiv nicht! Und schon gar nicht in die Piratenpartei

Schauen wir uns mal die Anträge kurz an:

SÄA016 (Gremien/Listen)
"Mindestens ein Drittel der Mitglieder soll aus Frauen oder Menschen, die sich selbst nicht als Mann identifizieren, bestehen." 
UND
"Mindestens ein Drittel jeder Liste soll aus Frauen oder Menschen, die  sich selbst nicht als Mann identifizieren, bestehen. Unter den ersten  drei Listenplätzen soll mindestens eine Frau oder eine nicht-männliche Person sein."

SÄA017 (Gremien/Listen)
"Mindestens die Hälfte der Mitglieder soll aus Frauen oder Menschen, die sich selbst nicht als Mann identifizieren, bestehen."
UND
"Mindestens die Hälfte jeder Liste soll aus Frauen oder Menschen, die  sich selbst nicht als Mann identifizieren, bestehen. Unter den ersten  beiden Listenplätzen soll eine Frau oder eine nicht-männliche Person  sein."

SÄA033 (wurde gelöscht)
"Mindestens ein Drittel der Mitglieder aller gewählten Gremien der  Piratenpartei soll aus Trans* oder Intersexuellen Menschen sowie Frauen bestehen." 
UND
"Mindestens ein Drittel der Menschen auf jeder Liste soll aus Trans* oder Intersexuellen Menschen sowie Frauen bestehen. Unter den ersten drei Listenplätzen soll mindestens ein Trans* oder Intersexueller Mensch oder eine Frau sein. "

Habe ich nicht verstanden

"Alle gewählten Gremien der Piratenpartei auf Landes- und Bundesebene sind zu mindestens einem Drittel mit Frauen zu besetzen. "
UND
"Alle Wahllisten der Piratenpartei auf Landes- und  Bundesebene sind zu mindestens einem Drittel mit Frauen zu besetzen. Unter den ersten drei Listenplätzen muss mindestens eine Frau sein. "
// "Die Satzungsänderung tritt am 2.12.2013 in Kraft. "

"Alle gewählten Gremien der Piratenpartei sind zu mindestens einem Drittel mit Frauen zu besetzen. "
UND
"Alle Wahllisten der Piratenpartei sind zu mindestens einem Drittel mit Frauen zu besetzen. Unter den ersten drei Listenplätzen muss mindestens eine Frau sein. 
// "Die Satzungsänderung tritt am 2.12.2013 in Kraft."

"Alle gewählten Gremien der Partei sollen geschlechtergerecht besetzt werden. Sofern ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten zur  Verfügung stehen, sollen die Gremien zu mindestens einem Drittel aus  Frauen und einem weiteren Drittel aus Männern bestehen. "
UND
"Alle Wahllisten der Piratenpartei sollen  geschlechtergerecht besetzt werden. Sofern ausreichend Kandidatinnen und  Kandidaten zur Verfügung stehen, sollen diese zu mindestens einem  Drittel aus Frauen und einem weiteren Drittel aus Männern bestehen. Auf  den ersten drei Listenplätzen soll mindestens eine Frau und ein Mann  sein. "

"Alle gewählten Gremien der Piratenpartei sind zu mindestens 5%  mit Behinderten zu besetzen sofern sie mehr 10 oder mehr Mitglieder  umfassen. "
UND
"Alle Wahllisten der Piratenpartei sofern sie  mindestens 10 Personen umfassen sind zu mindestens 5% mit Behinderten  (Nachweis durch amtlichen Behindertenausweis mit mindestens 50%  Behinderungsquote) zu besetzen. Für Listen bis zu 20 Personen wird  jeweils ein Behindertenplatz an erster Rangstelle vergeben. Für Listen  mit mehr als 20 Personen jeweils 5%, die Zahlen werden jeweils auf volle  Ganzzahlen aufgerundet. "

"Finden sich nicht ausreichend behinderte Bewerber werden die ausgeschriebenen Plätze durch nichtbehinderte Bewerber besetzt. 
Die Satzungsänderung tritt am 2.12.2013 in Kraft."

SÄA52
"Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für geschlechtergerechte Ergebnisse von Wahlen und Besetzungen der Ämter und Gremien in der Partei ein. Eine Quote zur Erreichung dieses Ziels wird abgelehnt"

"Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für geschlechtergerechte Wahllisten in der Partei ein. Eine Quote zur Erreichung dieses Ziels wird abgelehnt."
 

Und jetzt schauen wir uns noch mal eine Kandidaten-Liste an:
Wie viele Frauen seht ihr jeweils und wie viele Männer?
Wie viele Menschen mögen davon trans- oder intersexuell sein?

SÄA 16,17 & 33 sprechen transexuelle Menschen sowie Menschen, die sich nicht als Mann identifizieren, an. 
Aber was ist, wenn Person A kandidieren will, sich zum Zeitpunkt der Wahl aber noch nicht sicher ist, was er ist?
Was ist, wenn Person B kandidieren will aber sich noch nicht outen will?
Welchem Geschlecht gehören diese Personen nach den SÄA an?

Hallo.
Wir sind die Piratenpartei.
Wir stehen unter anderem für freie Wahlen und Selbstbestimmung.
Eine Quote, die erfüllt werden muss, bringt einen Zwang mit!
Ich MUSS mich also für eine Frau entscheiden und wenn ich das nicht will, MUSS ich mich enthalten. Darf aber die Stimme nicht einem Mann geben, dessen Arbeit ich gut/besser finde!

Ich finde, speziell in der Piratenpartei brauchen wir keine Quote. 
Ich fühle mich nicht benachteiligt! Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich benachteiligt werden würde, wenn ich irgendwo für kandidiere.
Denn: wenn ich für irgendwas kandidiere kann ich überzeugen. Oder auch nicht! Und dann werde ich gewählt. Oder eben nicht!
Wenn die Mehrheit die aufgestellten Frauen nicht in irgendwelchen Posten oder auf den Listenplatz 1-3 sieht, dann ist das so. Das ist  Demokratie! 
Wenn ich zurück blicke, in der kurzen Zeit in der ich dabei bin, dann kann ich direkt sagen, dass in NRW und Berlin auf Listenplatz 1 eine Frau war und dass der LaVo aus drei Frauen und fünf Männern besteht! 

Im Grunde hat jeder die gleiche Chance gewählt zu werden. 
Man stellt sich auf, hat verschiedene Ziele und Vorangehensweisen.
Im Grunde muss sich die Person einfach nur "gut anstellen".
Frauen werden auch ohne Quote gewählt.
Die  Frauen stellen sich bestimmt nicht nicht auf, weil sie sich keine Chancen ausrechnen, sondern weil ... Ja - das "Warum" sollten wir herausfinden!

Wir haben wenige Frauen in der Partei, ja!
Gefühlt stellen sich aber noch weniger auf.

Deswegen sollten wir bevor wir Lösungen dafür suchen, herausfinden warum sich Frauen nicht aufstellen.
Und das sollten wir Frauen direkt fragen.

Es wird keine Quote geben, mit der sich alle "Minderheiten" nicht mehr "benachteiligt sehen".
Wir könnten auch den BuVo erweitern und für alle Minderheiten einen Posten schaffen.
Und wir könnten einen Menschen suchen der alle "Minderheiten" bedient. Dieser Mensch ist dann unser Spitzenkandidat. Wäre ja nur gerecht.
Für alle.
Ich weiß, dies ist lächerlich und womöglich habe ich damit Menschen verärgert. 

Kurz und knapp:
Ich bin gegen eine Quote weil wir die Werte der Gleichberechtigung vertreten wollen. Dafür brauchen wir keine extra Quote.
Und wir sollten erst überlegen wo genau überhaupt das Problem liegt.
Deswegen habe ich einen Antrag gegen Quoten eingereicht.

Ich werde zu diesem Thema keine Diskussionen auf Twitter führen. 140 Zeichen sind mir zu wenig.
Ich bin gerne bereit zu diskutieren aber nur wenn man fair mit mir umgeht.
Dies alles ist meine Meinung! 

28.10.2013

Oh - ein LPT

Hallo.
Ich war auf meinem ersten Landesparteitag! So live und ganz in echt. 
Und ich bin nun Piratin. So ganz! Nur die Mitgliedsnummer fehlt noch!

Um noch mal meinen ersten Piratenblogpost aufzugreifen:
Ich bin immer noch Sandra, mittlerweile 19 aber habe immer noch keine Ahnung von Politik - Schreibe und rede aber drüber!
Und ich war das erste mal wählen. Weil ich das erste mal wählen durfte!

Dieser Landesparteitag ist aber nicht mit dem Bundesparteitag zu vergleichen. So gar nicht! 
Bei dem BPT131 ging es um Inhalte, dem Wahlprogramm.
Hier ging es eher um... Formalfoo! Satzungsänderunganträge! Wie.. spannend.

Im Grunde sollte es spannend sein. 
Im Grunde sollte sich jeder mal mit der Satzung auseinandersetzen. 
Damit man eine Ahnung hat wie das alles funktioniert. Oder funktionieren sollte.

Ich selber habe die Satzung noch nicht gelesen! Dafür schäme ich mich ein bisschen. Aber ich habe ja jetzt Zeit. 
Ich fand die Satzungsänderungsanträge zum Teil eher so: #ß@1/#@
So total kompliziert.
Was total schade ist weil: Wir wollen doch, dass jeder Politik versteht und leicht mitmachen kann! 
Das habe ich da einfach nicht gefunden.

Go-Anträge, Meinungsbilder, kleine Wutausbrüche – Piraten haben aufeinander getroffen. Wie immer halt. 

Auch nervenraubend. Ich habe mich oft dabei erwischt gehen zu wollen, in meinem Bett zu liegen!
Ich habe Freitag alle Anträge durchgearbeitet. Gelesen, nachgedacht und markiert: Hacken: Zustimmen. Kreuz: Ablehnen. Fragezeichen: Nicht verstanden.
Dem meisten habe ich zugestimmt. Und die Hälfte nicht verstanden.

Oft saße ich da und war einfach nur in Twitter versunken, weil mir das zu hoch war. Und ich bin auch viel zu schüchtern um zu Fragen. Selbstverständlich!

Ich würde gern was sagen. Aber... Ich habe einfach Angst, da ans Mikrofon zu gehen und das zu sagen, was ich sagen will! 
Wenn ich mag kann ich vor Menschen sprechen. Ja! 
Aber ich mag es ungern vor Menschen zu sprechen, wenn ich "offen" legen muss, dass ich "dumm" bin.
Und ich habe auch Angst vor Reaktionen. 
Vor einem schnaufen, dass durch die Runde geht. 
Das Schnaufen was sagt: "Oaar, jetzt muss das noch mal erklärt werden. Das kostet doch Zeit" und "Was interessiert die das? Das ist doch unwichtig, das ist doch nur Satzungszeug"

Was (wieder) für Wirbel sorgte war der Zeitreiseantrag!
Am Mikrofon sagte man sinngemäß so Dinge wie "Wir machen uns lächerlich".
Aber: Genau das ist das, was ich so an den Piraten mag! Zum Teil einfach mal unseriös sein! 
Und ich sage euch: Der Antrag wird beim nächsten Parteitag wieder kommen.
Ich wünsche mir, dass wir das beibehalten und für Späße offen sind. 
Das unterscheidet uns von den anderen. 
Nur mit Spaß macht Arbeit Spaß! Das ist so! 
Denn:
Was neben dem Parteitag her gelaufen ist war toll! 
Menschen sehen, mit diesen reden und lachen. 
Menschen, die man während dem Wahlkampf kennen gelernt hat wieder treffen.
Menschen aus Twitter endlich ansprechen und auch ganz neue kennen lernen.


"Die BuVo Kandidatur"
Danke, an die Menschen die mir Nahe legen mich aufzustellen für einen der Posten im BuVo.
Es schmeichelt. Selbstverständlich.
Ich habe drüber nachgedacht. Selbstverständlich.
Aber ich will und kann (noch) nicht eine solche Verantwortung übernehmen!
Und schon lange nicht, wenn am Ende immer NUR der BuVo schuld ist. Nö!
Es ist zu dem nun mal so, dass ich erst seit Mai bei den Piraten bin. 
Seit Mai interessiere ich mich wirklich für Politik!
UND ICH HABE KEINE AHNUNG WIE DAS FUNKTIONIERT!
Und ich möchte nicht irgendwo eine Aufgabe annehmen, wo ich nichts verstehe. Und vielleicht auch nichts besser machen kann! 
Das ist nicht Sinn der Sache.
Ich habe noch viel viel viel zu lernen!
Und ich fange gerade erst an!
Wenn ich eine Aufgabe übernehme, will ich das System dahinter verstehen. Ich will mehr über Politik wissen. Ich will mehr über die Strukturen der Piratenpartei wissen. 
Ich will mich selber bereit dazu fühlen Verantwortung zu übernehmen.
Wer weiß was in einem halben oder in einem Jahr ist! 
Vielleicht werde ich dann immer noch nicht BuVo sein - aber ich weiß dann mehr ob ich es mal "ausprobieren" will oder nicht!
Es ist eine andere Arbeit dich ich mir auch durch aus interessant vorstellen kann.

Ich möchte noch mal daran erinnern, dass unsere "Ämter" keine Ämter sind sondern nur Aufgaben die "irgendjemand" machen muss. 

Fassen wir zusammen:
  • Man sollte sich mal mit der Satzung auseinander setzen
  • SÄA für jeden verständlich formulieren
  • Mit Spaß an die Arbeit gehen
  • Ich kandidiere nicht für den BuVo

Ich fühle mich bei den Piraten ausgesprochen wohl.
Die Vielfältigkeit gefällt mir.
Diskutieren und Streiten gehört dazu. Das ist Politik.
Aber LPT's sollten nicht nur aus SÄA stehen. 
Sondern auch aus Themen! Themen dir wir spannend finden. 
Und die wir dann diskutieren und festhalten.
Auch mal einfach so. Ohne Antrag!

27.10.2013

Über den Umgang mit Kritik

Wir sparen uns hier eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Begriffs Kritik und dessen Bedeutung in der Gesellschaft oder dergleichen. Das können und wollen wir nicht.
Außerdem gibt es dazu bereits zwölfdrillionen Abhandlungen viel viel schlauerer Menschen. 

Für uns, den drei Autoren dieses Blogbeitrags (@fidelisamica, @saendralein und @rwolupo), ist Kritik und der Umgang mit selbiger eines der Kernprobleme unseres innerparteilichen Umgangs miteinander. 

Da das Ganze wohl etwas länger wird, ein tl;dr mit entsprechendem Hinweis, frei nach Georg Cristoph Lichtenberg: "Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.": wenn du dir nicht ein paar Minuten Zeit für diesen Beitrag und vor allem für das Problem, welches hier behandelt wird, nehmen möchtest, bist du möglicherweise auch nicht der richtige Adressat. Oder vielleicht doch genau der/die Richtige. 

Wir beginnen mal mit einem Zitat. Wilhelm Busch sagte einst:
"Diese persönlichen Stänkereien vor den Augen des versammelten Publikums sind mir unglaublich widerwärtig. Hol's der Teufel!"

Twitter muss es schon damals gegeben haben. Oder so was Ähnliches. Jedenfalls ist unser öffentlicher Umgang mit Kritik nicht grad eine unserer Stärken. Und nein, hierbei geht es nicht um Transparenz. Wenn wir uns inhaltlich und sachlich streiten wollen, dann können wir das gerne tun. Mit Livestream und so. Aber Twitter ist dafür ein eher ungeeignetes Medium.

Die Probleme bei Twitter sind
1. Twitter ist immer nur eine sehr kurze Momentaufnahme. Hinzukommende Leser und Akteure kennen fast nie den gesamten Diskussionsverlauf oder andere Hintergründe, die sich bereits vorher abgespielt haben.
2. Twitter ist nun mal begrenzt auf 140 Zeichen. Wir finden's ja toll, wenn man sich kurz und knapp ausdrücken kann, aber für umfängliche Kritik reicht das nicht. 
3. Die Filterbubble. 30, 40 Tweets zu einem Thema zeigen in der eigenen Timeline direkt einen recht großen Schwerpunkt. In Wahrheit interessiert das, worüber da grad wenige twittern, möglicherweise gar nicht so viele Menschen. Durch die eigene Filterbubble fasst man dadurch etwas als wichtig und gehyped auf, obwohl es das vielleicht gar nicht ist.
4. Die Person an der Kritik geübt wird fühlt sich an den Pranger gestellt und ungerecht behandelt auch wenn die Kritik gut gemeint ist.

Durch die Filterbubble erhöht sich Kritik, daraus erhöht sich der Druck dann künstlich. Retweets, +1 oder andere Zustimmungen sind Immer wieder zu sehen. Die Grundlagen für einen Shitstorm innerhalb unserer Filterbubble sind gelegt. Wenige male zu Recht, weil jemand wirklich in die Kacke gegriffen hat. Oft zu Unrecht, weil aufgebauscht wird. Weil wir uns gegenseitig anstacheln oder Dinge missverstanden werden aufgrund der knappen Zeichenverfügbarkeit.

Uns geht es hier zwar zum einen auch um die Selbstdarstellung, zum anderen aber auch um das, was man mit dem Kritisierten erreicht. 
Im günstigsten Fall greift der Kritisierte selbst Massenkritik auf und ändert $Dinge. 
Vielleicht ignoriert er sie. 
Vielleicht verletzt der ausgelöste Shitstorm.
Vielleicht ist die Kritik aber auch gar nicht berechtigt und aus einem Missverständnis und/oder falschen Tatsachen heraus entstanden.

Und wenn all das passiert, darf die "Gegenseite" nicht schweigen. Wir meinen nicht, dass man sich blind hinter bzw. vor einem stellen soll. Wir meinen, dass man seine Meinung äußern muss, wenn Unrecht geschieht. Steht bitte für Eure Meinung ein. Zeigt einen Zusammenhalt! Oder schlichtet sogar den "Streit" und helft somit bei der Konfliktlösung.

"Nur wenige Menschen sind klug genug, hilfreichen Tadel nichtssagendem Lob vorzuziehen."
(François de La Rochefoucauld, 1613-80, frz.  Schriftsteller)

"I like criticism. It makes you strong."
Lebron James

Wir glauben, wir sind uns alle in einem einig: Kritik ist wichtig, Feedback ist immens wichtig. Ob Kritik stark macht, wissen wir nicht, "the chosen one" sieht es offenbar so und nimmt Kritik entsprechend wahr. Fakt ist: Nur wenn ich Feedback erhalte, kann ich feststellen, ob ich etwas gut gemacht habe. Oder eben schlecht und beim nächsten Mal $Dinge vielleicht anders angehen sollte. Kritik ist also wichtig um mich weiterentwickeln zu können.

Wir nennen hier mal konkrete Beispiele: 
Die Reden im Plenum des Landtags. Manchmal gibt's Feedback wie "toll gemacht", "geile Rede" oder "du hast dies und jenes vergessen" und so weiter - positives und negatives Feedback. Lob und Kritik.  
Aber wie gehe ich damit um, wenn es kein Feedback gibt? Welche Schlüsse ziehe ich daraus? 
Ich gehe davon aus, dass alles richtig und gut war und ich es beim nächsten Mal genauso machen kann. Dabei wird mir aber nicht von anderen bewusst gemacht, dass das was ich da geschrieben habe im Grunde totale Kackscheiße war oder einfach nicht angebracht. Schlicht: ich weiß es nicht. Sagt es!

Will sagen: Kritik ist immer wichtig! 
Bitte äußert Euch, wenn Euch was auf dem Herzen liegt!
Und bitte entschuldigt: Aber Nachfragen sind ausdrücklich erlaubt, ja, gewünscht. 
Wenn der Kritisierte nicht versteht, was gemeint ist, dann sollte er - nein - er muss nachfragen. 
Denn erst dann ergibt Kritik einen Sinn - wenn man es versteht und vielleicht sogar einen Nutzen draus ziehen kann.

"Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht."
Christian Morgenstern

Ein weiteres Problem ist der passive Umgang mit Kritik. Es gibt viele Piraten, die sich sehr sehr schnell zurückziehen, wenn Kritik geäußert wird, weil sie sich angegriffen fühlen. Die Frage ist: wie gehen wir damit um? Persönliche Angriffe sind hier noch weniger zielführend als generell. Hier bedarf es angepasster Kritik (Vier-Augen und sowas) und vor allem hilft es, wenn wir unser Gegenüber besser kennenlernen. 

Eines der großen Probleme selbst oder grad auch in der Landtagsfraktion: Wen kenne ich eigentlich wirklich?
Es ist unmöglich _jeden_ Piraten besser kennen zu lernen. Aber die, mit denen man oft und regelmäßig zusammenarbeitet (oder zusammenarbeiten muss), ist es aber sicher einfacher. Hierbei muss man sich auch drauf einlassen mit Menschen etwas zu tun zu haben, mit denen man eigentlich nicht reden würde. Eine normale Situation in der Arbeitswelt.

Und da sind wir auch schon bei der nächsten Hürde in Sachen Kritik, der Kritikkompetenz aka aktive und passive Kritikfähigkeit.

Wie bewirke ich, dass  Kritik nicht direkt negativ aufgefasst wird (auch bei mir selbst nicht) und nur bewirkt, dass das Gegenüber (oder ich selbst) die Schutzmauern weiter hoch zieht und in eine Rechtfertigungshaltung kommt?

Die ersten Fragen die ich mir stellen sollte, bevor ich auf was reagiere oder Kritik äußere, ist: Hab ich die Äußerung/Situation richtig verstanden? Kenne ich alle Fakten? Kenne ich die Hintergründe? Speziell auf Twitter: Kenne ich die gesamte Konversation oder poltere ich grad mal mitten in den Kontext? Ist das, was ich verstanden habe auch das, was der Sender sagen wollte und meinte? Kenne ich die Situation und Sichtweise aus der heraus sich geäußert wird? 

Das Problem an digitaler Kommunikation ist, dass ich keinen Tonfall höre, keine Mimik und Gestik sehe und eventuell auch nur begrenzten Raum zur Verfügung habe. Das macht es uns auch so schwer die Dinge aus der digitalen Kommunikation richtig einzuordnen und zu interpretieren. Uns fehlt der menschliche Bezug (zumindest bei den Menschen, die man nicht wirklich gut kennt). So laufen wir schnell Gefahr, Situationen falsch einzuordnen und miss zu verstehen.

Eine weitere Frage ist: Ist es grad eine persönliche oder sachliche Kritik?
Kurz vorab: Aus unserer Sicht ist grad persönliche Kritik in unserer virtuellen Welt sehr schwierig! Es gibt nur wenige Ausnahmen, aber dafür sollte ich den Menschen schon ziemlich gut kennen. Ansonsten: Persönliche Kritik sollte immer persönlich geäußert werden! Sprecht denjenigen doch einfach bei nächster Gelegenheit an, zur Not nehmt das Telefon in die Hand (wobei auch hier der Part der Mimik / Gestik fehlt) und sprecht über euer Empfinden. Wenn die persönliche Kritik so wichtig ist, dann nehmt Euch die Zeit dafür!

In den meisten Fällen im Bezug auf die Parteiarbeit reden wir von sachlicher Kritik. 
Nehmen wir beispielsweise den Bundestagswahlkampf. Wir sind alle seit dem 22.09. dabei zu überlegen,  was falsch gelaufen ist und was verbessert werden muss. In den meisten Fällen läuft die Kritik sehr konstruktiv und hat Optimierungen zum Ziel. Doch auch hier zeigte sich mal wieder, wie schnell sachliche Kritik, im Verlaufe des Dialoges, in persönliche Kritik umschlägt und damit Leuten, die sich tierisch den Allerwertesten aufgerissen haben, vor den Kopf stößt. Es fängt oft mit wenigen Textzeilen an, die ein Problem ansprechen, meist noch sehr sachlich. Doch dann trifft die Mail den Nerv bei Einigen und es wird genutzt um sich erst mal eine Runde auszukotzen. Und das ganze ohne sich vorher mal zu überlegen, wie sich der Mensch in der Situation fühlt. Wie jemanden, die sachliche Kritik persönlich treffen könnte. Und schon ist der Stein ins Rollen gekommen...
Alles wird rausgehauen ohne Rücksicht und Respekt auf den Menschen der dahinter steht und wieder werden Ehrenamtler verschreckt, weil sie sich genau das nicht mehr länger geben wollen.

Nein, das wird kein Aufruf dazu, mit Kritik hinterm Berg zu halten. Wie oben schon geschrieben, ist Kritik sehr wichtig. Es gibt zahlreiche Methoden um Kritik vernünftig zu kanalisieren und vor allem auch aufzubereiten. Dazu bedarf es im Regelfall eines Individuums, der sich dessen annimmt und den Vorgang anstößt. Hier ist ein Punkt, wo wir als Partei auch professioneller werden müssen. Die Tatsache, dass Feedback nach dem Bundestagswahlkampf gesammelt werden muss, kommt ja nicht ganz überraschend und war ungeachtet des Ergebnisses auch im Vorfeld klar. Hierzu bedarf es also auch einer gewissen Planung im Vorfeld. Eine Veranstaltung wie die "Wir müssen reden" am 3.11. in Kerpen ist ein sinnvoller Ansatz. Für eine zügige Nachbetrachtung der Bundestagswahl allerdings leider auch etwas spät - aber nicht zu spät. Auch unsere Landtagsfraktion hat gelernt und diese Dinge mittlerweile auf dem Radar. Es finden vorbereitete Klausurtagungen statt, die die Arbeit weiter verbessern werden. 

Häufig geht es bei Kritik nicht um das was, sondern um das wie! Ich sollte mir vor abschicken einer Nachricht überlegen, was ich demjenigen sagen möchte und mir den Text nochmal genau durchlesen, ob auch das daraus gelesen werden kann. Vielleicht sollte ich mir auch überlegen vor der eigentlichen Kritik auch mal zu sagen was gut gelaufen ist oder was ich an dem anderen schätze. Das zeigt erst mal, dass ich die Arbeit des anderen respektiere und schätze und öffnet zugleich für Kritik. Dann sollte ich mir auch überlegen wie ich die Kritik selbst äußere. Mit „du  musst, du musst, du musst“ kommt man meistens nicht weit. Versucht es  doch lieber als Vorschlag zu formulieren:

Statt „Das ist scheiße gelaufen, weil du das und das gemacht hast. Du musst das und das anders machen!“ lieber „Das und das ist gut gelaufen, leider konnten wir aber doch nicht das erreichen was wir erreichen wollten. Was würdest du davon halten wenn wir das und das mal anders machen würden und zwar indem wir (...)?“
Ihr merkt vielleicht schon selbst beim lesen, dass beide Äußerungen genau das selbe sagen, aber bei einem selbst ein jeweils ein ganz anderes Gefühl auslösen.

Hier geht es schlicht und ergreifend um Respekt. Respekt demjenigen gegenüber, den ich da grad kritisiere. Wenn ich z. B. gar nichts Gutes an jemandem oder einem Prozess finde, bin ich vielleicht der falsche Absender der Kritik, weil meine Kritik beim Kritisierten einfach verhallen wird. Aber auch als Kritisierter muss ich stets versuchen, Persönliches aus dem gelesenen und gehörten zu filtern. Nein, es ist unmöglich, komplett auszublenden, von wem die Kritik kommt. Aber ich sollte zumindest versuchen herauszufinden, was an der geäußerten Kritik objektiv betrachtet, vielleicht doch hilfreich für meine Arbeit ist. 

Zu Guter Letzt: 
Wichtig ist es auch einfach mal Gutes zu sagen:

"Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren. Aber es ist schwer, es zu würdigen."
Luc de Clapier Vauvenargues (1715 - 1747) 

Wie leicht es ist, etwas zu kritisieren und Fehler zu finden sehen wir daran, wie oft kritisiert wird. 
Wie schwer es aber  ist, zu loben und nette, wärmende und vor allem ehrliche Worte zu finden, die nicht einfach "Du bist nett" oder "Das hast du toll gemacht" beinhalten sehen wir daran, dass genau letzteres so selten geschieht. Oder sind wir wirklich so schlecht, dass immer und immer wieder nur die Kritiker zu Wort kommen?

"Der Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nicht bei sich selber anfangen."
Mark Twain (1835-1910), amerikanischer Schriftsteller

Kluge Worte. Also machen wir das. Das mit dem anfangen. Bei uns selbst. Und wir werden Euch daran erinnern, dass ihr das auch machen solltet. Und wenn wir mal nicht dran denken, erwarten wir Kritik. Von Euch! Oder uns. 

In diesem Sinne, 

Wir.

24.10.2013

Sternenhimmel

Als ich heute nach Hause gefahren bin habe ich wieder diesen wahnsinns Sternenhimmel gesehen! 
Wenn ich einmal diese ganzen Lichter gesehen habe kann ich mich nicht wieder davon abwenden.
Durch mich strömt ein Gefühl der Freude.
Gänsehaut macht sich breit. 
Ich liebe den Sternenhimmerl. So sehr! 

Ich habe mich dann einfach mal mit Kamera und Stativ raus gewagt und versucht diesen Himmel einzufangen.
Meine ersten Versuche.
Ich glaube die können sich sehen lassen!
Ich hatte nur ein bisschen Probleme mit der Schärfe.
Wie soll man das hinbekommen?!?!