Ich lese so oft in der Zeitung, dass wieder wehrlose Menschen Opfer von Gewalt wurden. Einfach so - und niemand handelte.
Ein Zeitungsartikel brachte mich dazu, diesen Text wieder rauszukrammen, um ihn zu bearbeiten und morgen, 20.10.2011, auf einem Poetry Slam in Münster vorzutragen...
Wir stehen dort wie gebannt in der U-Bahn Station. Ich stehe dort und mein Herz schlägt schnell. Atme tief ein und aus. Ihre Hand umfasst meinen Arm und sie sagst: „Da kannst du nicht helfen, jetzt komm“ Und will mich fortziehen. Aber ich stemme mich mit aller Kraft dagegen. „Spinnst du?“ Frage ich sie. „Natürlich kann ich was machen, da kann ich nicht zusehen und einfach weiter laufen und du weißt verdammt noch mal auch wieso!“ Hektisch fange ich an, in meiner Handtasche zu wühlen. Ich finde alles, längst vergessene kleine Zettel mit Textideen, 5 Kullis, eine Haarbürste, einen Regenschirm, mein Haekelschweinchen, Bonbonpapier, Taschentücher nur mein Pfefferspray ist weg.
Ein Zeitungsartikel brachte mich dazu, diesen Text wieder rauszukrammen, um ihn zu bearbeiten und morgen, 20.10.2011, auf einem Poetry Slam in Münster vorzutragen...
Wir stehen dort wie gebannt in der U-Bahn Station. Ich stehe dort und mein Herz schlägt schnell. Atme tief ein und aus. Ihre Hand umfasst meinen Arm und sie sagst: „Da kannst du nicht helfen, jetzt komm“ Und will mich fortziehen. Aber ich stemme mich mit aller Kraft dagegen. „Spinnst du?“ Frage ich sie. „Natürlich kann ich was machen, da kann ich nicht zusehen und einfach weiter laufen und du weißt verdammt noch mal auch wieso!“ Hektisch fange ich an, in meiner Handtasche zu wühlen. Ich finde alles, längst vergessene kleine Zettel mit Textideen, 5 Kullis, eine Haarbürste, einen Regenschirm, mein Haekelschweinchen, Bonbonpapier, Taschentücher nur mein Pfefferspray ist weg.
Mittlerweile hört man noch lautere Schreie. In 10 Metern Entfernung pöppeln 2 Jugendliche einen wehrlosen älteren Mann an. Der eine von den, vielleicht 16, mit einer blauen Cap tief ins Gesicht gezogen, schubs den Herrn. Dieser kann sich auf den Beinen halten, packt sich aber mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schulter. Er schaut umher. Flehende Blicke. Ein „Hilfe“ kommt aus seinem Mund. Ich schaue was passiert. Und oh Wunder.. es passiert nichts.
Verdammt noch mal. Ich schütte mein Tascheninhalt aus. Nirgendwo ist das Spray. Sie steht immer noch neben mir und will weiter. „Komm schon – da wird schon jemand anderes was machen..“ ..“ Ich fange an zu schreien: „SIEHST DU DORT IGRENDJEMAND DER SO AUSSIEHT ALS WÜRDE ER WAS MACHEN?“
Schweißperlen stehen auf meiner Stirn – und nun weiß ich auch, wo mein Pfefferspray ist. Es liegt in der kleinen Gasse nicht weit entfernt von der belebten Fußgängerzone. Leer.
Vor nicht mal einem Monat ging ich an dieser Gasse vorbei, gegen abend. 19.oo. Ich wollte nach Hause.
Auf einmal sprach mich ein 20 Jahre älterer Kerl an „Heey süße, wohin des Weges?“ Ich lief weiter. Ich mag besoffene Kerle nicht die sind meistens so aufdringlich. „Ey, bleib mal stehen“ Ich versuchte nicht zusammenzuzucken und auch nicht meine Angst zu zeigen. Auf einmal berührte mich eine schweißnasse Hand an meinem linken Arm und der Kerl drehte mich zu sich um und zwang mich ihn genauer anzusehen. Braunes kurzes Haar, schiefe gelbe Zähne die er wohl nicht pflegte, aber dafür verdammt schöne braune Augen. Was mich wunderte war, dass er nicht nach Alkohol roch. Gänsehaut breitete sich aus, als er mit der anderen Hand über meinen Rücken strich. Was will der?
Er umfasste meinen linken Arm noch fester. „Aua. Sie tun mir weh.“ – Er grinste! Ich schaute auf den Boden. Seine rechte Hand faste leicht unter mein Kinn und drückte es nach oben, sodass ich wieder gezwungen war, in seine Augen zu schauen.
Als ich merkte, dass eine Gruppe Passanten an uns vorbeiliefen sagte ich laut. „Hören Sie auf. Was soll das? Was wollen sie von mir.“ Das hörten sie nicht. Aus Panik rief ich „LASS MICH LOS. SIE TUN MIR WEH.“
Die Fußgänger warfen sich blicke zu, blieben stehen und starten uns interessiert an. Mein Blick ging Hilfe suchen von einem zum andern. 3 Frauen und zwei Männer. Die Männer sahen so aus, als würden sie auch mal draufhauen, wenn es drauf ankommt. Da hatte ich mich aber mächtig getäuscht. Als der Mann mir eine Hand auf den Mund presste und mich in die Seitengasse schubste, lief die Gruppe einfach weiter. Ich versuchte zu schreien. Panik stieg in mir auf. Ich will hier weg. Was geschieht hier nur? Wieso half mir keiner? Sahen sie nicht, wie ernst es war? Meine rechte Hand glitt in meine Tasche. Ich wühlte umher, bis ich etwas Kaltes fand. Mein Pfefferspray. Ich hatte schon länger eine solche Angst, dass mir genau DAS mal passieren könnte. Der Kerl guckte sich etwas aufgeregt, um, ob ihm die zwei Kerle nicht doch folgten. Taten sie nicht. Als der Kerl mit bedenklich nahe kam, hob ich meine Hand mit meinem Retter und sprühte ihm die volle Ladung ins Gesicht. Der Kerl war so erschrocken, dass er mich losließ. Zeit für mich los zu rennen. Ich rannte weinend nach Haus. Ich hatte von solchen Sachen gelesen und Angst, dass es mir auch passieren würde. Am nächsten Tag ging ich zu Polizei. Der Kerl wurde bis heute nicht gefunden.
Der große Schock war einfach nur, dass keiner half, dass ich dort alleine war…
„Du Penner, kannst dich nicht wehren was?“ Die Worte reißen mich aus meiner Erinnerung. Der ältere Mann sitz nun auf dem Boden – und alle Passanten liefen weiter. „Lassen sie mich in Ruhe.“ Das sollte nicht ängstlich klingen sondern bestimmt - aber das hab ja selbst ich nicht geschafft … und dies Mal hatte ich kein Pfefferspray. Also fing ich an laut zu rufen „HILFE, WIESO HILFT DEN KEINER? VERDAMMT NOCH MAL?“ – Der andere Jugendliche zückte plötzlich ein Messer. Einige Menschen eilten schnell am Geschehen vorbei und blieben in einigen Metern Entfernung stehen und gafften. Auch meine Freundin ist weiter gegangen und guckt aus noch weiterer Entfernung zu. Ich zücke mein Handy und rufe die Polizei an. Ich sage es sei dringen, hier würde ein Mann mit einem Messer bedroht werden und die Menschen würden nur schauen. Die Polizistin am Telefon, die sofort eine Streife losschickte, sagt ich soll bloß nichts machen. Ich mache Bilder von den Tätern. Diese Kerle gehören in den Knast.
Der Junge mit dem Messer geht weiter auf den Mann zu. Der krabbel nach hinten und lässt dabei den Kerl nicht aus den Augen. Er kommt dem Mann wieder näher. Und sticht in den Arm. Ein Aufschrei ging durch die Menge. Menschen bewegen sich, fort. Einer zückt ein Handy. Der Junge sticht erneuert zu. Ich hab Angst. Der Mann tut mir leid und ich weiß, ich muss was machen, ein Anruf bei der Polizei genügt nicht, der verblutet bestimmt oder wenn die Jungen nicht nachgeben stirbt er. Ich erhebe meine Stimme und sage laut: „Polizei, lassen Sie uns durch. Zur Seite.“ Die Jungs blicken auf. Schauen sich an und laufen los. Schubsen eine alte Frau um und laufen weg. Ich stürze zu dem Mann, währenddessen rufe ich einen Krankenwagen. Ich beruhige den Mann: „Alles okay? Ganz ruhig, der Krankenwagen kommt sofort“ In die Menge rufe ich, dass ich einen Gürtel brauche, der mir auch sofort gereicht wird. Die Menschen bilden eine Traube um mich und den Mann. Ich binde den Arm ab.
Vor lauter Empörung rufe ich „Hier gibt’s nichts zu sehen, ihr könnt euch verpissen, nun brauch ich eure Hilfe auch nicht mehr.“ Es gibt getuschelt.
Und endlich kommt der Krankenwagen und die Polizei. Der Mann wird ärztlich versorgt und die Menschen befragt.
Am nächsten Tag titeln die Zeitungen „17 – jährige rettet Mann“
Untertitel: Wieso schafft sowas kein Erwachsener Mensch?
Schaut auf, schaut hin, tut was. Das sind Menschen wie du und ich die dort Leid erfahren und bedroht werden. Diese Menschen sind nicht selber schuld sie reißen oftmals nicht ihr Maul auf. Baut euch keine Wand auf wo ihr denkt, euch kann das nicht passieren. Jedem kann es passieren. Diese Geschichte hat sich so nicht abgespielt, aber das könnte sie, z.B jetzt gerade, sie könnte sogar mir passieren, wenn ich gleich heim gehe. Und, wer wünscht sich schon nicht, dass einem geholfen wird?
welcher depp hat den da auf gut beschrieben geklickt?
AntwortenLöschenda klickt man schön an!
AntwortenLöschen"naja" - weil der text sprachlich noch nicht gut ist - zu viele wortwiederholungen! siehe z.b. "der typ .. der typ ... der typ" oder "sofort ...sofort" um nur einige bespiele zu nennen. des weiteren fehlt die spannung! ganz eindeutig. man könnte aus dem text noch mehr ausholen - mehr spannung aufbauen - so ist alles direkt klar. zu viele aqufzählungen, die langweilen und nichts zur sache tun z.b. tascheninhalt ..einige präzise inhalte zu nennen, die im kontext stehen, wäre optimal gewesen. ach..ich könnte noch mehr aufzählen. im allgemeinem hat der text noch das niveau eines schulaufsatzes - ganz ehrlich und ohne dir böses zu wollen. ich hoffe du nimmst die kritik an und arbeitest weiter daran. bist ja schließlich noch jung und kannst noch viel lernen - anstonsten schon mal besser als der text davor! viel erfolg und spaß weiterhin :)
AntwortenLöschen"Stehen bleiben, Polizei" zu rufen ist eine sehr gute Idee, wenn man glück hat, verfolgen sie einen nicht wegen Amtsanmaßung, sondern nur wegen Betrug...
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